ich befasse mich gerne und oft auch mit bauernkritischen informationen. weil es wichtig ist, welches bild wir in der öffentlichkeit hinterlassen. viele unserer derzeitigen probleme in der öffentlichen wahrnehmung sind darauf zurückzuführen, dass wir uns lange zeit nicht über das bild in der öffentlichkeit gekümmert haben und es leichtfertig irgendwelchen standesvertretern überlassen haben.
so bin ich über das "schwarzbuch landwirtschaft" gestolpert, das ich nicht unkommentiert lassen will. einige denkansätze sind nicht falsch. landwirtschaft aus der sicht eines ideologisch aus einer bestimmten richtung beeinflussten buchautors präsentiert zu bekommen ist nicht uninteressant. insgesamt ist das buch aber sehr oberflächlich recherchiert und tendentiell. insbesondere die lieblingsfeindbilder der linken österreichischen reichshälfte werden bedient. raiffeisen, kammern, multifunktionäre, böse subventionsempfänger. den hintergründen und der geschichte dieser zustände nachzugehen, war nicht erklärte aufgabe des autors.
ich lese das buch und erfahre, dass eine mir bekannte kammerfunktionärin ca. eur 55.000,- an stierprämien bekommt. ist so. zufällig ruft mich der gatte der dame an und ich erwähne beiläufig, dass seine frau im schwarzbuch landwirtschaft erwähnt wird. ca. 10 min später ruft mich die dame selber an und erklärt mir, dass es unbedingt notwendig sei, eur 55.000,- an prämie für diese hohe qualität an rindfleisch zu bekommen. ich weise sie darauf hin, dass mit dieser summe mehr als 7 mindestsicherungsempfänger auskommen müssten. andererseits kenne ich rindermäster, die blöderweise ein oder zwei jahre zu spät ihren rinderstall gebaut haben und deswegen nun keine eur 50.000,- für die erzeugung ihres hochwertigen rindfleisches bekommen. ist das fair?
man dürfe große und kleine bauern nicht auseinander dividieren, zusammenhalten ist die devise. ich weiss inzwischen, was damit gemeint ist. das system braucht die kleinen bauern, um sie beim durchdrücken von privilegien für die großen vorschieben zu können. so ähnlich wie bei den letzten öpul-verhandlungen, wo immer wieder die vielen biobauern in österreich vorgeschoben wurden, aber ihr etat nicht merklich erhöht werden sollte. keine sorge, das läuft in anderen interessensvertretungen nicht anders. die arme alleinerziehende mutter wird vorgeschoben, um ein gesamtsystem drüber zu retten, das leuten vorteile bringt, die für die allgemeinheit so nicht nachvollziehbar sind.
aufgrund eines anderen hinweises drängt sich nun ein ganz neuer verdacht auf. es ist verdächtig, dass bestimmte gruppen auffällig hohe fördersummen kassieren. hatten kammerfunktionäre und bestimmte andere funktionäre insider-informationen, um mit vorsätzlich manipulierten daten oder "kluges wirtschaftliches handeln" wie vorübergehendes einstellen von einstellern in der folge sehr hohe fördersummen zu lukrieren?
ich halte neid für eine form von charakterschwäche. nur wenn ein betrieb auf diese art und weise vom staat und der eu jedes jahr 1,2 oder 3 ha ackerland geschenkt bekommt, dann ist das irgendwie wettbewerbsverzerrend und nicht fair.
so bin ich über das "schwarzbuch landwirtschaft" gestolpert, das ich nicht unkommentiert lassen will. einige denkansätze sind nicht falsch. landwirtschaft aus der sicht eines ideologisch aus einer bestimmten richtung beeinflussten buchautors präsentiert zu bekommen ist nicht uninteressant. insgesamt ist das buch aber sehr oberflächlich recherchiert und tendentiell. insbesondere die lieblingsfeindbilder der linken österreichischen reichshälfte werden bedient. raiffeisen, kammern, multifunktionäre, böse subventionsempfänger. den hintergründen und der geschichte dieser zustände nachzugehen, war nicht erklärte aufgabe des autors.
ich lese das buch und erfahre, dass eine mir bekannte kammerfunktionärin ca. eur 55.000,- an stierprämien bekommt. ist so. zufällig ruft mich der gatte der dame an und ich erwähne beiläufig, dass seine frau im schwarzbuch landwirtschaft erwähnt wird. ca. 10 min später ruft mich die dame selber an und erklärt mir, dass es unbedingt notwendig sei, eur 55.000,- an prämie für diese hohe qualität an rindfleisch zu bekommen. ich weise sie darauf hin, dass mit dieser summe mehr als 7 mindestsicherungsempfänger auskommen müssten. andererseits kenne ich rindermäster, die blöderweise ein oder zwei jahre zu spät ihren rinderstall gebaut haben und deswegen nun keine eur 50.000,- für die erzeugung ihres hochwertigen rindfleisches bekommen. ist das fair?
man dürfe große und kleine bauern nicht auseinander dividieren, zusammenhalten ist die devise. ich weiss inzwischen, was damit gemeint ist. das system braucht die kleinen bauern, um sie beim durchdrücken von privilegien für die großen vorschieben zu können. so ähnlich wie bei den letzten öpul-verhandlungen, wo immer wieder die vielen biobauern in österreich vorgeschoben wurden, aber ihr etat nicht merklich erhöht werden sollte. keine sorge, das läuft in anderen interessensvertretungen nicht anders. die arme alleinerziehende mutter wird vorgeschoben, um ein gesamtsystem drüber zu retten, das leuten vorteile bringt, die für die allgemeinheit so nicht nachvollziehbar sind.
aufgrund eines anderen hinweises drängt sich nun ein ganz neuer verdacht auf. es ist verdächtig, dass bestimmte gruppen auffällig hohe fördersummen kassieren. hatten kammerfunktionäre und bestimmte andere funktionäre insider-informationen, um mit vorsätzlich manipulierten daten oder "kluges wirtschaftliches handeln" wie vorübergehendes einstellen von einstellern in der folge sehr hohe fördersummen zu lukrieren?
ich halte neid für eine form von charakterschwäche. nur wenn ein betrieb auf diese art und weise vom staat und der eu jedes jahr 1,2 oder 3 ha ackerland geschenkt bekommt, dann ist das irgendwie wettbewerbsverzerrend und nicht fair.
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