Sonntag, 4. Dezember 2011

deklaration

damit sie wissen, mit wem sie es zu tun haben, ein paar hintergrundinformationen zu meiner person.

in meiner jugend war ich bei landjugend und junger övp aktiv. mit 25 jahren wurde ich überraschend als övp-kandidat der jugend für fünf jahre in den gemeinderat der gemeinde hürm gewählt. damals ließ man die frisch gewählten gemeinderäte noch ziemlich dumm sterben. keine schulungen, keine informationen, nur der gemeinderatsvorstand hat im hintergund an den fäden gezogen. der gemeinderat war nur dazu da, das abzusegnen, was der vorstand vorher beschlossen hat. eine eigene vielleicht sogar abweichende meinung zu haben, war stets verdächtig. wenn man dann noch mit leuten öffentlich geredet oder zusammen gearbeitet hat, die gemeinhin als feindbilder hingestellt wurden, war das fast gotteslästerung.

in dieser zeit nutzte ich privat wie auch davor alle mir möglichen weiterbildungseinrichtungen. landjugend, ifaf, ökosoziale bauernakademie, landesjugendreferat, lfi .. ich besuchte in einem jahr mehr schulungen als der restliche schwarze gemeinderat (15 damen und herren) in der gesamten amtsperiode. das machte mich zusehends verdächtig. viele kurskollegen aus dieser zeit sind heute bürgermeister, landesräte, landeskammerräte und bundesräte. ich beneide allerdings keinen von ihnen.

in der zeit als gemeinderat lernte ich auch die övp von innen besser kennen. würde jemand behaupten, es handle sich dabei um ein mafia-ähnliches machtgeflecht, in dem verschiedene teilorganisationen sich gegenseitig die hackl ins kreuz hauen, ich könnte nicht dagegen argumentieren.

vermutlich seit meiner geburt war ich beim bauernbund registriert. richtig mitglied geworden zu sein, daran kann ich mich nicht erinnern. nach einer fragwürdigen grundstückstransaktion zum vorteil eines höheren bauernbundfunktionärs beschloss ich, diese arbeitsweise nicht mehr mit einem mitgliedsbeitrag in der höhe von eur 40,- bis 50,- jährlich zu subventionieren und beendete meine mitgliedschaft. selbiger verein versuchte nun, den vollständigen beitrag bei meinem vater in pension einzutreiben. dem musste ich leider einen riegel vorschieben.

wenige jahre später erlitt ich einen wildschaden infolge hasenfraß in ölkürbis. der schaden belief sich auf eur 1.200,- bis 2.400,- je nach bewertung des schadens. der schaden wurde rechtzeitig gemeldet und eine behandlung nach einbringung der ernte vereinbart. nach schadensmeldung wurde der von vom bauernbund gestellte jagdausschuss beigezogen. er hätte gar keine parteienstellung. der jagdausschuss bezog massiv stellung für die jagdpächter. man hätte alle fristen versäumt und dergleichen. die jäger wiederum boten vorerst ein reh als entschädigung an, dann zwei rehe, später eur 200,-. ich wiederum bestand darauf, entweder sie übernehmen die hälfte des unteren schadensausmaßes, also eur 600,- oder wir lassen es bleiben. es kam zu keiner lösung.

eine folgende sachverhaltsdarstellung an die zuständige abteilung der bh melk wurde von dieser nicht kommentiert. sie sollte sich später nicht drauf ausreden können, nichts gewusst zu haben oder nur einseitig informiert werden können.

ich ziehe insgesamt den schluss, dass im övp-bauernbund die interessen des weidwerks und gewisser anderer organisationen wichtiger sind als die interessen der bauern. weiters ziehe ich den schluss, dass der jagdausschuss straflos auch in erster linie jagdinteressen vertreten kann, und nicht wie vorgesehen die interessen aller jagdverpächter. die tatsache, dass raiffeisen-generalanwalt christian konrad auch landesjägermeister ist, leiter des wiederwahlkomitees von erwin pröll zum nö. landeshauptmann war, läßt diesen herren für mich heute in einem ganz anderen licht erscheinen. weiters besteht ein netzwerk zu gewissen medien (zb. 56 % beteiligung am kurier) bis hin zum orf. ist ihnen schon aufgefallen, dass immer, wenn die schwarzen in eine klemme kommen, irgendwelche märchen über blaue, orange und grüne durch die medien gaustern?

zufällig hat jemand für die offensichtlich notleidenden jäger die aktion "jeger in not" ins leben gerufen. angeblich haben sich bereits vertreter einer tierschutzorganisation mangels treiber bei der treibjagd als solche zur verfügung gestellt. allerdings müsste dann der schüsseltrieb vegetarisch sein. ob die weidwerker dieses angebot auch annahmen, ist nicht dokumentiert.

um die regelmäßigen sauereien des weidwerks auch öffentlich zu dokumentieren, wurde die plattform "kritisches weidwerk" geschaffen. der blog ist unter http://kritisches-weidwerk.blogspot.com/ nachverfolgbar. schwere strafrechtliche tatbestände werden ausgespart, weil es sie offiziell nicht gibt. es gibt sie natürlich auch innoffizell nicht, um das auszuräumen.

im zuge meiner tätigkeit im ideen-managemant befasse ich mich auch mit projekten im öffentlich-rechtlichen bereich. hier hat sich ein guter kontakt ins bzö ergeben. das bzö ist seit einiger zeit die einzige fraktion, die sich ernsthaft mit neuen ideen auseinandersetzen will. daher ist hier ein gewisses naheverhältnis gegeben. darüber hinaus bin ich etwas skeptisch, was agrarsprecher diverser parteien angeht. die kommen, reden, was die leute hören wollen, und verschwinden wieder. da steh ich nun ich armer thor, und bin so klug ...

weiters bin ich in kontakt mit dem unabhängigen bauernverband (http://www.ubv.at/), auch um einen blick hinter die übliche schwarze propaganda werfen zu können. es gibt wenige unabhängige agrarmedien, "blick ins land" scheint mir eines davon zu sein. 

soweit ein kurzer (scherz) abriss meines zuganges zum thema (agrar)politik.

für fragen, hinweise und dergleichen stehe ich gerne zur verfügung.

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